Buchtipp: Einfach leben. Mit Überlegungen zum minimalistischen Kleiderschrank.

Buch Minimalistisch LebenVor drei Wochen habe ich mir das Buch „Einfach leben“ gekauft – ein Buch, das sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema „minimalistisch leben“ beschäftigt. Gekauft habe ich es vor allem, weil ich seit einer Weile überlege, was ich im nächsten Jahr mit meiner Kleidung mache: Nach einem Jahr nur Second Hand-Kaufen (2016) und einem Jahr nur Tauschen (2017) braucht es eine neue Challenge. Eine Capsule Wardrobe vielleicht? Teilnahme am Project 333? Wie gut, dass das Buch auch ein Kapitel zum Thema „Mode“ enthält – und besonders von der minimalistischen Garderobe von Mimi, die den Youtube-Kanal Minimal Mimi betreibt, war ich besonders beeindruckt. 18 Teile, inklusive Schuhe und Taschen! Das schaffe ich nie!

Das Project 333

Da kommt das Project 333 schon ein bisschen näher an meine Wirklichkeit heran. 33 Teile werden dort für 3 Monate zu einer festen Capsule Wardrobe zusammengestellt. Sehr schöne Videos dazu habe ich auf dem Kanälen von My Green Closet (Englisch) und Dates mit Dani (Deutsch) gefunden und ich denke, dass ich mich im nächsten Jahr sehr stark daran orientieren werde. Wahrscheinlich, ohne die Zahl der Accessoires und Schuhe zu beschränken, weil das einfach zu schade wäre für all die handgefertigten Hüte, Mützen und Schals, die ich besitze und man bei Schuhen ja mehrere Wetteroptionen benötigt. Weil der nächste Kleidertausch mit meinen Freundinnen naht, habe ich meinen Kleiderschrank kürzlich wieder durchgeschaut, einige Dinge aussortiert und ich werde beim Tauschen darauf achten, dass ich nur Dinge mitnehme, die ich mir in meiner zukünftigen Capsule Wardrobe vorstellen kann. Nächstes Jahr wird es definitiv auch wieder erlaubt sein, neue Kleidung zu kaufen – allerdings nur fair gefertigte Bio-Kleidung und nur Stücke, die mir definitiv fehlen.

„Einfach Leben“ – vier Kapitel Mode, Wohnen, Körper, Lifestyle

Das Buch gliedert sich insgesamt in vier große Kapitel – neben Mode sind dies noch Wohnen, Körper und Lifestyle. Weil ich irgendwann einmal in einem Tiny House leben möchte, hat mich deshalb besonders die Kategorie „Wohnen“ interessiert – von einem Berliner, der mit nur 50 Gegenständen und ohne Küche lebt über minimalistisch eingerichtete, aber voll ausgestattete Wohnungen bis hin zum Dauercamping am See reicht da die Bandbreite der vorgestellten Projekte und Personen. Mein uneingeschränktes Highlight (obwohl in der Kategorie „Lifestyle“) ist der Wohnwagon, ein autarkes Tiny House auf Rädern. Beschäftigt habe ich mich auch weitergehender mit dem Thema Zero Waste (oder vielleicht doch eher: Less waste) – dafür habe ich mich ein bisschen durch Blog und Instagram der Pionierin Béa Johnston geklickt.

Motivation nach der Lektüre

Die Lektüre hat bei mir sofort Motivation und Tatendrang ausgelöst – ich habe angefangen, Bücher auszusortieren, die ich seit mehreren Jahren nicht mehr angeschaut oder gelesen habe, und sie verkauft oder gespendet. Der Kleiderschrank wurde durchsortiert, einige Schuhe und Accessoires habe ich zum Verkauf eingestellt. Im Bad versuche ich schon länger, die Anzahl der Produkte zu reduzieren und z.B. Haarseife statt Shampooflaschen zu kaufen. Und ich habe mir fest vorgenommen, öfter an unserem tollen verpackungsfreien Supermarkt OHNE vorbeizuradeln und dort einzukaufen. Weil ich dafür noch ein paar Stoffbeutel brauche, liegt neben der Nähmaschine ein Stapel zugeschnittener Stoffe – aus alten Hosen und Blusen, die nicht mehr tragbar sind. Ich bleibe also auf jeden Fall dran an der Idee von einem minimalistischen Leben!

Warum minimalistisch leben?

Für mich ist minimalistisch = ressourcenschonend. Und bedeutet viel weniger Konsum. Und dass das der Schlüssel zu allem ist – besonders im Kampf gegen den Klimawandel – hat dieser Artikel von Felix Eckardt sehr deutlich aufgezeigt!

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